Agor­a­pho­bie gilt oft als die häu­figs­te und eine der schwers­ten For­men von Angst­stö­rung. Der Ursprung in der Bezeich­nung stammt aus dem Alt­grie­chi­schen. “Ago­ra” bedeu­tet “Markt­platz”. So kommt es mit­un­ter zu Ver­wechs­lun­gen mit Klaus­tro­pho­bie bzw. Platz­angst.

Die Agor­a­pho­bie bezeich­net jedoch die Angst vor der Außen­welt. Vor wei­ten Plät­zen, Men­schen­ge­drän­ge oder Rei­sen. Betrof­fe­ne ver­mei­den die aus­lö­sen­den Situa­tio­nen und kön­nen im Extrem­fall nicht mehr die eige­ne Woh­nung ver­las­sen. Ein Mensch, der unter die­ser Stö­rung lei­det, hat Angst vor Situa­tio­nen, aus denen er nicht flüch­ten kann oder gar glaubt, die Kon­trol­le über sich zu ver­lie­ren.

Agor­a­pho­bie und Panik­stö­rung gehö­ren zu den häu­figs­ten psy­chi­schen Erkran­kun­gen. Fünf von 100 Men­schen lei­den min­des­tens ein­mal im Leben an einer die­ser Stö­run­gen. In Deutsch­land sind etwa 1,5 Mil­lio­nen Men­schen von Agor­a­pho­bie bzw. Panik­stö­rung betrof­fen, Frau­en dop­pelt so häu­fig wie Män­ner. Die Erkran­kung tritt meist erst­mals im jun­gen Erwach­se­nen­al­ter auf. (Quel­le: psy­chen­et)

Bestimm­te Denk­sti­le, Annah­men oder Ver­hal­tens­wei­sen (z. B. eine beson­ders aus­ge­präg­te Beob­ach­tung der eige­nen Kör­per­si­gna­le) kön­nen mit­ver­ant­wort­lich sein, um an Agor­a­pho­bie zu lei­den. Ist ein­mal eine Panik­at­ta­cke aus hei­te­rem Him­mel auf­ge­tre­ten, bekom­men die Betrof­fe­nen häu­fig gro­ße Angst vor einer erneu­ten Atta­cke und beob­ach­ten ihren Kör­per genau — ein “Teu­fels­kreis” beginnt, da so nor­ma­le Kör­per­emp­fin­dun­gen (wie z.B. Herz­schlag) viel inten­si­ver wahr­ge­nom­men wer­den.

Der Medi­zi­ner behan­delt eine Agor­a­pho­bie oft­mals, wie ande­re Angst­stö­run­gen auch, medi­ka­men­tös. In der Regel wir­ken die Arz­nei­mit­tel jedoch nicht hei­lend, son­dern lin­dern nur die Sym­pto­me, so lan­ge man sie ein­nimmt. Der Ein­satz von bestimm­ten Mit­teln wird im Dau­erge­brauch kri­tisch beur­teilt, da mit Neben­wir­kun­gen zu rech­nen ist. Ande­re Ver­fah­ren, wie klas­si­sche Gesprächs­the­ra­pi­en, sind bei der rei­nen Agor­a­pho­bie in der Regel wenig wirk­sam. Eine mitt­ler­wei­le bewähr­te Behand­lungs­form stellt die direk­te Kon­fron­ta­ti­on dar. Hier bege­ben sich der Betrof­fe­ne und The­ra­peut an den jewei­li­gen angst­aus­lö­sen­den Ort. Mit Hil­fe des The­ra­peu­ten stellt sich der Betrof­fe­ne sei­nen Ängs­ten und lässt sie in vol­ler Stär­ke zu, um erle­ben zu kön­nen, dass die Angst unbe­grün­det ist und mit der Zeit ganz von allein nach­lässt. Der The­ra­peut unter­stützt den Pati­en­ten dar­in, die Situa­ti­on auf­zu­su­chen, in der Situa­ti­on zu blei­ben und kei­ne Ver­mei­dungs­stra­te­gi­en anzu­wen­den. Dies muss zur Wirk­sam­keit jedoch frei­wil­lig erfol­gen und wird oft­mals vom Betrof­fe­nen als sehr stark belas­tend emp­fun­den.

Das IHC ermög­licht in vie­len Fäl­len, ohne eine dir­kek­te Kon­fron­ta­ti­on, eine “Ent­kop­pe­lung” des bis­lang pho­bisch gefürch­te­ten Objekts bzw. der gefürch­te­ten Situa­ti­on von der Angst­wahr­neh­mung. Somit kann die Pho­bie auf­ge­löst wer­den. Je nach Per­sön­lich­keits­struk­tur wer­den von den meis­ten Kli­en­ten 6 — 8 Inten­siv­sit­zun­gen in Anspruch genom­men, die deut­li­che Resul­ta­te wahr­nehm­bar machen.

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